Evangelisches Gesangbuch Nr. 317, Choralbearbeitung von Johann Gottfried Walter und Strophe 4, eingespielt in St. Jacobi von Martin Begemann
4 Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet. Denke daran, was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet. Text: Joachim Neander 1680, Mel.: Halle 1741
Ein Versprechen. Mittwochsgedanken am 12. Mai 2020 von Thomas Plate
Im letzten Jahr habe ich meinen Sechzigsten gefeiert mit meiner Familie und meinen liebsten Freunden und einem wunderschönen Gospel-Gottesdienst in der Stephanusgemeinde. Nun entdecke ich im Spiegel mehr und mehr graue Haare in meinem Bart. Auf meinem Kopf waren
eh‘ schon länger eher weniger davon. Was nun, kommt mit den hellen Haaren auch die Weisheit oder schlägt es eher in die Richtung des Schauspielers Curd Jürgens, der mit leicht knurriger Stimme in einem alten Schlager bekannte: „60 Jahre und kein bisschen weise….“?
Ja, das eine oder andere hat man erlebt in sechzig oder mehr Jahren – zusammengefasst nennt man es wohl Lebenserfahrung. Dahinter verbirgt sich viel Schönes und Gutes - aber auch viel Schmerzliches, Verletzendes, Trauriges. Neulich kam mir eine Bibelstelle wieder in den Sinn:
„Ich will Euch tragen, bis ihr grau werdet“ steht da (Jesaja 46,4, vgl. Psalm 71,18).
Das ist für mich ein großes Versprechen von Gott. ER will uns tragen – nicht nur bei uns sein oder für uns da sein. Er will uns tragen, wenn wir grau werden, wenn wir merken, dass wir die kleinen Enkel nicht mehr einholen, wenn sie mit ihren kleinen Beinchen über den Rasen flitzen, wenn das Aufstehen morgens schwerer als sonst fällt, wenn wir eher mal stressbedingt aussetzen müssen.
Wenn also unsere Kraft weniger wird, bietet Gott uns an: Ich trage dich , meine Kraft ist groß genug und das gilt sowohl physisch wie mental - also in allen meinen Lebensbereichen!
Gottes Kraft und Liebe ist grenzenlos, ER ist nie „ausgepowert“ und kann uns ohne Probleme „tragen“. Mit allem, was uns das Leben und vor allem wir selbst uns aufgebürdet haben.
Und allen, die sich zu jung für diese wunderbare Zusage aus Gottes Wort wähnen, denen spricht Gott zu: „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“,
und das gilt für jede Arbeit oder Abi-Klausur, die ich in der Schule schreibe, jede Fahrprüfung, jede durchwachte Nacht am Bett meines kranken Kindes, jedes „Wieder nicht geschafft“-Gefühl, alles, was mich ängstigt oder schwächt oder hilflos scheinen lässt, ob im Arbeitsleben oder im Privaten.
Gott ist da, jedes Jahr, jeden Tag, jede Stunde, egal ob sechs oder über sechzig.
1 Ich sing dir mein Lied, in ihm klingt mein Leben. Die Töne, den Klang hast du mir gegeben von Wachsen und Werden, von Himmel und Erde, du Quelle des Lebens, dir sing ich mein Lied.
2 Ich sing dir mein Lied, in ihm klingt mein Leben. Den Rhythmus, den Schwung hast du mir gegeben von deiner Geschichte, in die du uns mitnimmst, du Hüter des Lebens. Dir sing ich mein Lied.
3 Ich sing dir mein Lied, in Ihm klingt mein Leben. Die Tonart, den Takt hast du mir gegeben von Nähe, die heil macht – wir können dich finden, du Wunder des Lebens. Dir sing ich mein Lied.
4 Ich sing dir mein Lied, in ihm klingt mein Leben. Die Höhen, die Tiefen hast du mir gegeben. Du hältst uns zusammen trotz Streit und Verletzung, du Freundin des Lebens. Dir sing ich mein Lied.
5 Ich sing dir mein Lied, in ihm klingt mein Leben. Die Töne den Klang hast du mir gegeben von Zeichen der Hoffnung auf steinigen Wegen du Zukunft des Lebens. Dir sing ich mein Lied.
Text und Melodie aus Brasilien Deutscher Text: Fritz Baltruweit und Barbara Hustedt
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Sonntag Kantate. Predigtgedanken zu 1 Sam 16,14ff (Anne Dill und Charlotte Scheller)
Kantate - Das bedeutet: "Singt!" Heute geht es um die Musik: Was sie mit unserem Herzen macht. Wie sie uns heilen kann. Wie sie Gebet sein kann. Wir hören und lesen von David und Saul.
Saul: Dunkel ist es in meinem Herzen. So dunkel, so kalt, als ob ich nie wieder froh werde. Dabei hat alles so gut angefangen. Damals. Eigentlich war ich nur losgezogen, um die Esel meines Vaters zu suchen. Tagelang lief ich mit meinem Begleiter über Berge und durch Täler. Doch die Esel fanden wir nicht. Eines Abends kamen wir in die große Stadt. Da trafen wir Samuel. Den kennt wirklich jeder: Er ist Gottes Prophet. Oft verkündet er, was Gott ihm mitgeteilt hat. Ich war so verblüfft, als er auf einmal vor mir stand. Aber noch viel mehr, als er die Arme ausbreitete und zu mir sagte: Sei gegrüßt, Saul! Heute musst Du mein Gast sein. Ich habe Dir etwas Wichtiges zu sagen.
So folgten wir ihm in sein Haus. Nach dem Essen stand er auf, kam zu mir und sagte: Saul, Du wirst König. Gott hat es mir gesagt. Ich dachte, ich hätte mich verhört. Ich?? Ich war doch ein Niemand. Aus einem kleinen Dorf. Keiner kannte mich. Doch Samuel nahm ein Gefäß mit Öl und goss es mir langsam über den Kopf: Saul, ich salbe Dich zum König!
Auf dem ganzen Weg nach Hause hing ich meinen Gedanken nach: Was werden sie zu Hause sagen? Mein Vater? Meine ganze Familie? Das Dorf? Während ich so nachdachte, hörte ich Musik. Eine kleine Menschengruppe kam uns entgegen. Und sie lachten und sie spielten Instrumente und sie tanzten. Sie sangen Lieder von Gott. Und etwas von ihrer Freude sprang auf mich über. Auf einmal wusste ich: Es stimmt, was Samuel gesagt hat. Gott hat mich ausgesucht und er ist mit mir. So wurde ich König. Doch es ist schwierig. Ich muss viele Kriege kämpfen. Die Liste der Aufgaben wird jeden Tag länger. Manche Entscheidung wird mir zu schwer. Und: Die Verbindung zu Gott wird immer schwächer. Der gute Draht zu ihm ist weg. Manchmal weiß ich gar nicht, was er von mir will. Ich gebe es zu – ich hab nicht immer getan, was er mir gesagt hat. Einmal habe ich sogar Samuels Dienst als Priester an mich gerissen. Dabei weiß ich ganz genau: Dafür hat Gott mich nicht ausgewählt.
Als ich König wurde, hatte ich das Gefühl, Bäume ausreißen zu können. Alles zu schaffen. Mittlerweile schaff ich es morgens kaum noch aus dem Bett. Am liebsten würde ich den ganzen Tag liegen bleiben. Die Bettdecke über den Kopf gezogen, das Gesicht zur Wand. Meine Familie und meine Berater machen sich Sorgen. Jeden Morgen fragen sie: Saul, was können wir tun? Gestern hatte mein treuer Begleiter eine Idee: Saul, erinnerst Du Dich noch an damals? Als wir auf dem Nachhauseweg den singenden und tanzenden Männern begegnet sind? Wie glücklich Du warst! Wir suchen Dir jemanden, der auch jetzt für Dich singt und spielt, damit Du wieder froh wirst.
Einen Versuch war es wert. Ich schickte sie los. Jetzt bin ich wieder allein und es ist umso schlimmer: Den tiefsten Grund für meine Traurigkeit kennen sie nämlich nicht. Vor einiger Zeit ist Samuel nochmal zu mir gekommen. Er hat gesagt: Saul, Du hast nicht auf Gott gehört. Du hast nicht das getan, was er Dir gesagt hat. Du wirst nicht mehr lange König sein.
Dunkel ist es in meinem Herzen. So dunkel, so kalt, als ob ich nie wieder froh werde.
David: Hier ist es. Das Haus des Königs. Ich habe Herzklopfen. Was tue ich hier? Es geht ihm nicht gut, sagen die Leute. Dem König Saul. Man hat mich gerufen, damit ich Musik mache. Mich, den Hirtenjungen David. Um seine dunklen Gedanken zu vertreiben.
Ich komme direkt von den Schafen. Wie neulich, als Samuel bei uns war. Der große Prophet. Gott hat ihn zu uns geschickt. Einen neuen König sollte er berufen aus den Söhnen meines Vaters. Ich seh es vor mir, wie mein großer Bruder Eliab sich aufpumpt. Er kann kaum gehen vor Kraft. Einen Kopf größer als alle. Genau wie König Saul. Aber den hat Gott nicht zum König berufen. Auch nicht meinen Bruder Abinadab, der gut reden kann. Keinen von meinen sieben Brüdern wollte Gott zum König haben. Der Mensch sieht, was vor Augen ist, soll Samuel gemurmelt haben. Aber der Herr sieht das Herz an. Sind das alle deine Söhne, hat er wohl meinen Vater gefragt. Da hat sich mein Erzeuger an mich erinnert. Den Jüngsten. Klein. Bräunlich, weil immer draußen. Hübsch wie ein Mädchen, sagen meine Brüder. Ha, ha. Samuel hat Öl über meinen Kopf gegossen. Der Geist des Herrn ist mit dir. Du wirst König, wenn die Zeit kommt. Dann ist er weitergezogen, der große Prophet.
Ich bin wieder zu den Schafen. Da bin ich zu Hause. Unter freiem Himmel. Da fühl ich mich mit der Schöpfung verbunden. Und mit dem Schöpfer. Ich sing ihm mein Lied. König werden? Weiß Gott, das ist Zukunftsmusik.
Heute hat der König mich rufen lassen. Ich soll Musik machen, damit seine Seele aufatmen kann. Eliab hat gespottet. Geh du nur zu König Saul, Kleiner. Sieh dich an. Ein Krieger wird nie aus dir. Und Abinadab hat gerufen: Da geht er hin mit seiner Flöte. Was soll dabei rauskommen? Wirklich. Mit Lyrik macht man keine Politik.
Hier bin ich. Das Herz pocht mir bis in die Schläfen. Ich werde den König sehen. Herr, Guter Hirte, hilf mir!
Flötenmusik
Saul: Die Musik berührt mein Herz. Ich höre Davids Lied und es wird mir leichter. Auch wenn ich selbst keinen Ton rauskriege. Zum Singen hab ich selbst kein Talent. Ich bin Krieger. Heerführer. Ich schütze mein Land und sichere die Grenzen. Bis an die Zähne bewaffnet. Normalerweise. Davids Lied dringt durch die Rüstung. Lässt mich aufatmen. Gottes Geist ist mit ihm. So wie er einmal mit mir war. Bevor der böse Geist mich gefangen nahm.
Die Töne klingen in mir nach. Das Dunkle stiehlt sich weg aus meinem Herzen. Licht kommt herein. Meine Brust wird weit. Meine Seele atmet auf. Ich erkenne mich wieder. Saul, einen Kopf größer als die andern. Diener des HERRN. Die Worte und Klänge bewegen mich. Ich höre zu und mein Herz stimmt ein in das Lied. Der HERR lässt sein Heil verkündigen, / vor den Völkern macht er seine Gerechtigkeit offenbar. / Die Ströme sollen in die Hände klatschen / und alle Berge seien fröhlich / vor dem HERRN, denn er kommt (Psalm 98)
David: Danke, großer Gott, für Deine Gegenwart. Allein kann ich gar nichts tun. Aber du traust mir etwas zu. Du rufst mich in Deinen Dienst. Du hast mir Deinen Geist gegeben. Also diene ich Dir mit dem Wenigen, das ich kann. Ein einfaches Lied. Saul scheint es gut zu tun. Du hast dir den Unscheinbarsten ausgewählt. Mich, den Letzten in der Reihe der Geschwister, den der Vater fast vergessen hätte, den die Brüder auslachen, falls sie mich überhaupt bemerken, mich hast du gerufen. Wie sehr andere sich auch aufpumpen. Du machst den Schwachen Mut, mit ihrer kleinen Kraft dein Lob zu verkünden. Ein Lied. Ein Wort. Eine Tat. Damit Deine Gerechtigkeit sichtbar wird. Damit der Mensch neben mir wieder froh wird.
in dieser krisengeschüttelten Welt bitten wir für alle Regierenden und Verantwortlichen: Schenke ihnen einen klaren Geist, die richtigen Entscheidungen zu treffen
und sich nicht von egoistischen Motiven leiten zu lassen.
Tröste und beschütze alle, die einen Verlust erlitten haben oder Verluste befürchten, weil sie nicht mit ihren Lieben vereint sein können,
weil sie die Arbeit zu verlieren drohen,
weil sie in Quarantäne bleiben müssen oder durch die Krise eingeschränkt sind.
Besonders bitten wir um den Trost für alle,
die einen ihrer Lieben verloren haben.
Wir bitten für unsere Gemeinde in dieser Zeit.
Lass uns trotz Abstandsgebot zusammenhalten,
trotz trauriger Umstände fröhlich in Dir sein.
Herr, guter Gott,
so vieles treibt uns um und bedrängt uns hier und heute.
Wir bringen es voller Vertrauen in der Stille vor Dich
Gespielt und gesungen von Thomas Plate - Herzlichen Dank!
1 Bist zu uns wie ein Vater, der sein Kind nie vergisst, der trotz all seiner Größe immer ansprechbar ist. Deine Herrschaft soll kommen, das, was Du willst, geschehen. Auf der Erde im Himmel sollen alle es sehn.
Refrain: Vater, unser Vater, alle Ehre Deinem Namen. Vater, unser Vater, bis ans Ende der Zeiten. Amen.
2 Gib uns das, was wir brauchen, gib uns heut unser Brot. Und vergib uns den Aufstand gegen Dich und Dein Gebot. Lehre uns zu vergeben, so wie Du uns vergibst. Lass uns treu zu Dir stehen, so wie Du immer liebst.
Refrain
Nimm Gedanken des Zweifels und der Anfechtung fort. Mach uns frei von dem Bösen durch Dein mächtiges Wort. Deine Macht hat kein Ende, wir vertrauen darauf, bist ein herrlicher Herrscher und Dein Reich hört nie auf.
Refrain
Text: Christoph Zehendner Musik: Hans-Werner Scharnowski
in dieser krisengeschüttelten Welt bitten wir für alle Regierenden und Verantwortlichen: Schenke ihnen einen klaren Geist, die richtigen Entscheidungen zu treffen
und sich nicht von egoistischen Motiven leiten zu lassen.
Tröste und beschütze alle, die einen Verlust erlitten haben oder Verluste befürchten, weil sie nicht mit ihren Lieben vereint sein können,
weil sie die Arbeit zu verlieren drohen,
weil sie in Quarantäne bleiben müssen oder durch die Krise eingeschränkt sind.
Besonders bitten wir um den Trost für alle,
die einen ihrer Lieben verloren haben.
Wir bitten für unsere Gemeinde in dieser Zeit.
Lass uns trotz Abstandsgebot zusammenhalten,
trotz trauriger Umstände fröhlich in Dir sein.
Herr, guter Gott,
so vieles treibt uns um und bedrängt uns hier und heute.
Wir bringen es voller Vertrauen in der Stille vor Dich
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Mittwochsgedanken zu Jubilate (Anne Dill)
„Jubelt, alle Lande, lasst alle Welt zur Ehre Gottes singen!“ (Psalm 66)
„Das Leben ist schön!“, so steht es auf einer Postkarte, die an meiner Wand hängt.
Und von meinem Leben habe ich ziemlich klare Vorstellungen:
Ich weiß, was ich mir wünsche, damit es schön ist.
Was ich hoffe und was ich mir erträume.
Ich stecke mir Ziele und mache Pläne: Wo ich hinreisen möchte, wen ich als nächstes besuche, mit wem ich nächste Woche ins Kino oder zum Sport gehe.
Mein Leben – ich möchte es genießen, voll auskosten, alles mitnehmen.
Jubeln möchte ich, mich freuen.
Schön soll es sein, mein Leben.
Deswegen schreibe ich To-Do-Listen und mache Pläne. Alles soll klappen.
Und dann kommt der Alltag. Die Pläne müssen sich bewähren.
Manchmal geht das gut. Alles läuft und ich bin happy: Das Leben ist schön!
Dann kann ich jubeln und mich freuen.
An anderen Tagen klappt gar nichts.
Meine Pläne werden durchkreuzt, alle Ziele rücken in weite Ferne
Meine Wünsche werden nicht erfüllt. Träume platzen. Stress gewinnt die Oberhand. Alles grau in grau.
Da ist nichts mehr mit Jubeln.
Die Sicht des Psalmbeters ist mir fern an solchen Tagen.
Manchmal kann ich nicht jubeln. Manchmal möchte ich auch nicht jubeln.
Und überhaupt, immer gut drauf sein müssen – das ist ziemlich anstrengend.
„Das Leben ist schön!“, so steht es auf besagter Karte über meinem Bett.
Und dann geht es noch weiter:
„Das Leben ist schön, von einfach war nie die Rede!“
Ein kluger Mensch hat mir diese Karte geschenkt.
Überreicht in einer Zeit, in der vieles nicht nach Plan lief.
Überreicht mit den Worten: „Das ist eine Grundeinstellung!“
Ich glaube, das stimmt. Mir muss nicht immer nach Jubeln zu Mute sein.
Ich muss nicht jeden Tag grinsen wie ein Honigkuchenpferd.
Aber ich kann offene Augen haben für die vielen kleinen schönen Dinge, die das Leben, die Gott mir schenkt.
Ich kann jeden Tag als Geschenk nehmen und ihn abends wieder zurückgeben.
Es ist gar nicht so lange her, da habe ich mein erstes Examen gemacht. In dieser Zeit war der Alltag oft ziemlich grau für mich. Immer wieder hatte ich das Gefühl, mein Leben irgendwie zu verpassen.
Dann habe ich angefangen, jeden Abend Kleinigkeiten aufzuschreiben, die gut waren an diesem Tag:
Ein paar Minuten Plaudern vor der Arbeit bei einer Tasse Kaffee.
Aufbauende Worte einer Freundin, die seit Monaten meinen immer gleichen Beschwerden zuhört.
Ein Zettel an meiner Tür.
Ein Eis mit meiner Nachbarin zwischendurch im Garten.
Die Bibliothekarin, die mich auch morgens um 8 mit einem strahlenden Lächeln begrüßt.
Am Ende war ich überrascht, wie viel Gutes ich oft übersehe.
„Jubeln“ – an manchen Tagen gerne. An manchen Tagen kann ich gar nicht anders.
Dann ist das Leben ist schön, ich kann es voll auskosten.
An anderen Tagen muss ich mein Buch aufschlagen und nachlesen. An diesen Tagen kann ich nicht jubeln. Nur Gott den Tag wieder zurückgeben. Und das ist okay.
Amen.
Quelle: Anne Dill // Charlotte Scheller
Das Leben ist schön // "Tagebuch" // Ein Kaffee vor der Arbeit