Christophorusgemeinde Göttingen

Kennenlerntage der Vorschulkinder im Christophorus-Kindergarten


Es ist immer wieder eine aufregende Sache, wenn man auf einmal ein Vorschulkind ist. Dieses Jahr haben wir eine Kennenlernwoche für die neuen Vorschulkinder gestaltet. Zusammen mit den Kindern haben wir entschieden, was wir an diesen Tagen alles unternehmen wollen.

Unser erster Ausflug ging zur Stadtbibliothek. Hier haben wir gelernt, wie man sich in der Bibliothek  verhält und wie man mit den Büchern richtig umgeht. Jedes Kind durfte sich dann noch ein Buch seiner Wahl ausleihen.

Der nächste Ausflug ging zum Bahnhof. Hier haben wir die Züge und den Bahnbetrieb beobachtet. Wir haben sogar einen ICE gesehen.

Im Botanischen Garten haben wir die Vielfalt der Pflanzenwelt bestaunt. Bei den Kakteen mussten wir sehr vorsichtig sein, damit wir nicht wie die Biene aufgespießt werden.

Beim  Besuch im Klinikum hatten wir sogar das Glück, den Hubschrauber beim Starten beobachten zu können. Danach sind wir noch zum Sportplatz gegangen. Hier sind unsere Vorschulkinder mit den richtigen Schulkindern um die Wette gelaufen und haben sogar gewonnen! Auch verschiedenen Spielplätze haben wir besucht und viel Spaß gehabt.

Der letzte Ausflug ging dann noch ins Brotmuseum nach Ebergötzen. Hier haben die Kinder die Herstellung vom Brot kennen gelernt und durften auch selber Hand anlegen und ihr eigenes Brot backen. Zusätzlich konnten wir auch noch eine kleine Spielzeug Ausstellung ansehen, bei der es Spielzeug aus verschiedenen Ländern gab.

Im Kindergarten haben wir die Ausflüge, zusammen mit den Kindern, durch Fotos und selbst gemalten Bilder für die anderen Kinder und Eltern dokumentiert.

Nach diesen gemeinsamen Tagen, sind unsere Vorschulkinder ein Stück näher zusammen gekommen und auch ein bisschen stolz, jetzt die Großen zu sein.

 

Wir freuen uns schon auf die nächsten spannenden Ausflüge.

Marion Kirchhoff und Sabine Hartmann und alle Vorschulkinder

 


Sprachförderung im Christophorus-Kindergarten

Mein Name ist Verena Adam. Ich bin 41 Jahre, Erzieherin und habe selbst drei Kinder. Im Moment befinde ich mich in einer Weiterbildung zur Sprachexpertin und bin seit Januar 2017 die Fachkraft für Sprache im Christophorus-Kindergarten. Meine Stelle wird vom Bundesprogramm „Sprachkitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ gefördert und ist zunächst auf vier Jahre befristet.

Im Christophorus-Kindergarten betreuen wir 44 Kinder, über die Hälfte der Kinder wächst mit mehreren Sprachen in der Familie auf, einige sprechen noch gar kein Deutsch.

Meine Aufgabe besteht darin, in Zusammenarbeit mit dem Kindergarten-Team, Schwerpunkte für alltagsintegrierte sprachliche Bildung im Kindergarten zu schaffen und zu erweitern. So habe ich beispielsweise ein Fotobuch zum Thema „Wir gehen zum Sport“ erstellt. Hier ist abgebildet was wir brauchen um zum Sport zu gehen, es zeigt die Kinder und beschreibt mit Hilfe von Fotos den Ablauf. Beim Betrachten der Bilder wird gesprochen, eigene Situationen werden wiedererkannt und Kinder und Erzieherinnen kommen ins Gespräch und tauschen sich darüber aus. Auch die Eltern bekommen dadurch eine Vorstellung, wie sich ein solcher Vormittag gestaltet.

Bücher sind ein wichtiges Mittel um Sprache zu fördern. Wir haben kleine Bücherkisten in den Gruppen und lesen regelmäßig den Kindern vor. Wer auch gerne liest, kann sich bei uns telefonisch im Kindergarten melden und Vorlese-Pate werden.

Neben Lesen und Erzählen ist die Musik ein wichtiger Bestandteil der Sprachförderung. In regelmäßigen Kreisen singen wir mit den Kindern und machen Fingerspiele. Dabei werden Worte für die nicht deutschsprachigen Kinder verbildlicht und Handlungen durch Worte begleitet. So können neue „Vokabeln“ schneller gelernt werden.

Neben der pädagogischen Arbeit mit den Kindern berate und unterstütze ich meine KollegInnen in ihrer Arbeit mit den Kindern, gebe mein Wissen zur Sprachbildung weiter und bin an einer ständigen Weiterentwicklung der Einrichtungskonzeption beteiligt.

Außerdem ist es mir wichtig, dass Eltern, mit all ihren unterschiedlichen Kulturen, sich in unserer Einrichtung gut aufgehoben und willkommen fühlen. Für sie möchte ich Ansprechpartner sein und gebe gerne Informationen z.B. zum gelungenen Erwerb einer Zweitsprache weiter. Für ihre Anregungen und Vorschläge möchte ich stets ein offenes Ohr haben.

Ziel des Bundesförderprogramms ist es, sprachfördernde Strukturen im Kindergarten zu etablieren, die nachhaltig wirken und die auch nach den befristeten vier Jahren meiner Stelle Bestand haben. Sprache ermöglicht den Zugang zu Bildung und Wissen, über Sprache treten wir in Kontakt zu anderen Menschen und somit ist sie tatsächlich der „Schlüssel zur Welt“. Es bereitet mir sehr viel Freude, gemeinsam mit den Betreuungskräften des Christophorus-Kindergartens, die Kinder und ihre Eltern auf diesem Weg zu begleiten.


Verena Adam

 


Zuwachs in der Fischgruppe

Am letzten Tag des vergangenen Jahres 2016 wollten die Erzieher/innen der Gruppe die Pumpe ihres Aquariums sauber machen. Beim Öffnen der Abdeckung gab es einen großen Schreck, unser Aquarium lief aus. Alle Kinder und Erzieher/innen holten Handtücher und Eimer, doch es war schon zu spät. Zum Glück konnten einige Fische gerettet werden. Das Aquarium musste leider entsorgt werden, aber die Kinder fragten gleich, ob wir dann auch bald wieder ein neues Aquarium kaufen könnten.  Für die Übergangszeit gestalteten die Kinder fleißig eines aus Pappe und vielen bunten Fischen. Im Februar 2017 kauften wir endlich ein neues Aquarium, ließen Wasser ein, kauften Pflanzen und jeden Tag kam die Frage nach den Fischen! Während dieser Zeit versammelten die Kinder sich vor dem Aquarium und lasen Bücher über Fische, Meere, Pflanzen. Sie kamen immer wieder ins Gespräch mit dem Erwachsenen und suchten Antworten. Endlich im März zogen wir mit einigen Kindern zu Zoo-Busch los und suchten dort 7 neue Fische aus, die dann am 21.03.2017 in unserem neuen Aquarium einzogen. Die Freude der Kinder und natürlich auch der Erzieherinnen war sehr groß. Seit dem das Aquarium nun auch mit Fischen befüllt ist, übten sich die Kinder eigenverantwortlich mit Hilfe einer Erzieherin  im Fische versorgen und Aquarium säubern. Dabei bekommen sie einen Einblick in die Versorgung eines Haustieres (in diesem Fall Fische) und die Arbeit und Pflege die dahinter steckt. Außerdem ist der Ort rund um das Aquarium ein Platz des Rückzugs um dort in aller Ruhe zu entspannen, die Fische zu beobachten und gemeinsam Bücher zu lesen und ins Gespräch zu kommen. Die Kinder sind ganz fasziniert von den Fischen und erfragen die Namen der Fische. Alles in allem eine gelungene Runde Sache mit der alle zufrieden sind und vielfältige Lernaspekte bietet.



Seit Februar haben wir zwei neue Kolleginnen bei uns im Christophorus - Kindegarten!

Ich heiße Marion Kirchhoff, ich bin 42 Jahre alt und habe drei Kinder im Alter zwischen drei und acht  Jahren. Nach längerer Elternzeit bin ich nun wieder zurück im Kindergarten. Da ich sehr naturverbunden bin, genieße ich es mit den Kindern gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie man aus Naturmaterialien Hütten und Buden baut und Spielideen entwickelt. Dabei nutze ich meine Kreativität, ob auf dem Blatt mit Farbe, Kleister, Pinsel, beim Konstruieren mit Bauelementen auf dem Bauteppich oder zwischen Bäumen und Baustämmen. Sich Zeit nehmen für eine ausgiebige Sandburg sowie ein Buch draußen mit den Kindern zu lesen, ist mir sehr wichtig. Ich freue mich auf eine tolle Zeit mit den Kindern, Eltern und dem Team hier im Kindergarten.

Mein Name ist Nicole Schwedes, ich bin 27 Jahre alt und wohne seit Juli 2016 im schönen Raum Friedland. Gebürtig komme ich aus der Nähe von Kassel und habe die letzten fünf Jahre in einer betrieblichen Kindertagesstätte gearbeitet. In meinem Heimatort habe ich über 10 Jahre ehrenamtlich Kindergottesdienst und  Kinderbibeltage mitgestaltet. Mir sind Rituale und Traditionen sehr wichtig, weshalb ich es sehr mag Feste mit den Kindern  vorzubereiten und mit Leben zu füllen. In meiner Freizeit habe ich zudem  lange Zeit Theater gespielt und konnte diese Erfahrungen gut in meinem beruflichen Alltag nutzen. Die Welt der Sprache begleitet mein Leben und ich genieße es Bücher vorzulesen, Lieder, Reime und Singspiele mit den Kindern zu machen.  Ich freue mich sehr auf meine neuen Aufgaben und die spannende Herausforderung im Christophorus-Kindergarten.



… hält Gott seine Hände über mir und über dir: Lieder und Andachten im Christophorus-Kindergarten

„Guten Morgen, guten Morgen, wir winken uns zu, / guten Morgen, guten Morgen, erst ich und dann du!“

Die Kinder sind aufmerksam. Viele singen, andere machen erstmal die Bewegungen mit. Winken, klatschen, stampfen, blinzeln, flüstern und was den Kindern noch einfällt zur Begrüßung im großen Kreis.

Alle zwei Wochen ist Diakonin Sylke Schander dabei, alle vier Wochen Pastorin Charlotte Scheller. Mit Sylke Schander singen die Kinder, von der Gitarre begleitet, vertraute und neue Lieder. Sie handeln von Gott und der Welt, von Mensch und Tier und der Natur. Achtsam miteinander umgehen, jedes Kind, jeden Menschen respektieren in der je eigenen Weise zu glauben und zu leben. Das sind wichtige Rahmenbedingungen des Miteinanders im Kindergarten und in der Gemeinde. Das große Dach unserer Kirche gibt der Begegnung Raum. Menschen jeder Herkunft und Religion treffen sich hier. Auch wenn wir verschieden glauben, verbindet uns der Gedanke: Über jedem und jeder von uns hält Gott die Hände!

Einmal im Monat sind die Kinder eingeladen in den Gemeindesaal. Singen, eine Geschichte hören und miterleben, das Vaterunser beten oder einfach zuhören. Charlotte Scheller und Sylke Schander lassen sich etwas einfallen, damit die Geschichten des Glaubens für die Kinder lebendig werden. Die Themen und Lieder hängen vorher im Kindergarten aus. Mit Jona übers Meer. Mit drei gelehrten Männern aus Fernost zu dem Stall, in dem Jesus geboren wurde. Mit Abraham durch die Wüste, um neues Land zu finden. Mit Christophorus Gott suchen und finden, in einem Kind, das über den Fluss getragen werden will. Viele Kinder probieren es selbst aus und lassen sich von uns über den Fluss tragen, ein großes blaues Tuch, das an diesem Tag durch den Saal „fließt“.

Was glaube ich, was glaubst du? Im neuen Jahr möchten wir mit den Kindern auch etwas über den Islam lernen. Denn ein friedliches Miteinander beginnt im Alltag, hier bei uns! Über Eltern, die uns dabei unterstützen und etwas von ihrem Glauben teilen, freuen wir uns. Sprechen Sie uns an oder sagen Sie es den Erzieherinnen und Erziehern im Kindergarten!

Ihre Sylke Schander, Diakonin, und Charlotte Scheller, Pastorin in Christophorus

 


Figurentheater RubinBlau im Christophorus-Kindergarten

Am 16. Dezember war das Figurentheater RubinBlau zu Gast bei uns im Kindergarten.  40 Kinder und einige Eltern und Geschwisterkinder waren gekommen um das Stück: Malina und die Drachenkämpfer zu sehen. „Während die großen und starken Ritter den Mut verlieren, findet die kleine Prinzessin eine Lösung, um die Angst vor dem fremden  Drachen zu verlieren.“  Das Besondere an diesem Stück war, dass es zweisprachig  in Deutsch und Arabisch aufgeführt wurde.

Zweisprachigkeit ist nichts Ungewöhnliches für unsere Kinder hier im Kindergarten. Etwa 75% der Kinder wachsen mit zwei Sprachen und Kulturen auf. Nicht nur arabisch, türkisch und chinesisch wird hier im Kindergarten gesprochen sondern auch englisch, portugiesisch, russisch und viele andere Sprachen mehr.

Im Theaterstück ging es um die Angst vor dem Unbekannten und dass  man sie besiegen kann, wenn man einander kennenlernt. In unserem Kindergarten können wir das täglich erleben. Miteinander spielen macht Freude und stärkt soziale und kulturelle Kompetenzen.

Am Ende des Theaterstücks gab es einen kräftigen Applaus für die beiden Geschichtenerzählerinnen und natürlich auch für Malina und den Drachen.




Laterne, Laterne

Wenn es im November schon früh dunkel wird und draußen der kalte Wind um die Häuser weht, dann ist St. Martin und Laternenzeit im Kindergarten.

Wie in jedem Jahr haben die Kinder im Christophorus-Kindergarten in den letzten Wochen schon fleißig Laternen gebastelt. Vorher hat sich jedes Kind überlegt, wie seine Laterne in diesem Jahr aussehen soll. Soll es ein Mond werden, ein Drache oder  lieber eine Blume? Soll viel Glitzer darauf sein, mit warmen Wachsmalstiften bemalt, gelb oder blau? Und möchte ich mir in diesem Jahr Mama oder Papa zum Basteln einladen oder will ich es ganz alleine versuchen?

Wir haben Laternenlieder gesungen und natürlich haben wir, wie in jedem Jahr, auch die Geschichte von dem heiligen Martin gehört, der einst Soldat war, seinen warmen Mantel mit einem armen Mann geteilt hat und schließlich Bischof wurde und vielen Menschen geholfen hat. Wir haben darüber gesprochen, wie wichtig es ist mit anderen Menschen zu Teilen und überlegt, wie wir das tun können. So wollen wir beim Laternenfest kleine Rosinenbrötchen miteinander teilen und essen. Eine warme Kürbissuppe soll es auch geben. Die kochen wir alle gemeinsam am Morgen des Laternenfestes.

Einige Kinder haben das Martinslied eingeübt und möchten es beim Laternenfest vorspielen.

Diakonin Silke Schander wird uns auf der Gitarre begleiten. Alle sind aufgeregt, alles ist vorbereitet – hoffentlich regnet es nicht.

Und dann konnten wir am 7. November ein schönes Laternenfest feiern. Viele Familien waren gekommen und auch ein paar ehemalige Kindergartenkinder. Der Garten war mit vielen kleinen Lichtern und einem Lagerfeuer erleuchtet. Bei kaltem Novemberwetter und warmen Punsch haben wir Laternenlieder gesungen. Die Stimmung war gut und geregnet hat es dann erst am nächsten Tag.




Mit dem Kindergarten auf Tour – Ein Besuch in Germerode

Zum Abschluss des Kita-Jahres, bevor die Schließzeit beginnt und die Kinder und Erzieherinnen in die

Ferien gehen, steht im Christophorus-Kindergarten seit einigen Jahren ein Höhepunkt auf dem

Programm. Neben dem bunten Sommerfest und der Verabschiedung der Schulkinder freuten sich alle

seit Wochen auf die Fahrt in den Wildtierpark im Meißner. Dann war es soweit, der große Bus fuhr vor

den Kirchplatz und zusammen machten wir uns mit gutem Wetter im Gepäck auf den Weg Richtung

Süden. Erst erkundeten wir in verschiedenen Gruppen das weitläufige Gelände. Längere Aufenthalte

gab es bei den Ziegen und Schafen, die sich streicheln ließen. So manches Kind hatte sogar den Mut,

das Wild zu füttern, das uns auf dem Weg durch den Wald begleitete. Auch die Pfauen, Wildschweine

und zahlreichen Kleintiere wussten zu begeistern. Aufgeregt berichteten die Kinder von ihren

Erfahrungen, wie sich das Fell vom Esel anfühlt, welche Geräusche sie im Wald hörten und wie lustig

das Klettern der Waschbären aussah. Nach der Naturerfahrung ging es noch auf den

Abenteuerspielplatz. Hier tobten sich die Kinder aus, so dass alle nach der Heimreise mehr oder

weniger müde, aber glücklich, den wartenden Eltern in die Arme fielen